Begleitung der Infrastrukturentwicklungen

Eine der zentralen Aufgaben, die das bmvit der SCHIG mbH im Rahmen der Infrastrukturkontrolle übertragen hat, ist die Begleitung und Begutachtung des Infrastrukturentwicklungsprozesses für einzelne Projekte bzw. Strecken der ÖBB-Infrastruktur AG. Die Bedeutung dieser Prüftätigkeit der SCHIG mbH erklärt sich vor allem durch die hohe Beeinflussbarkeit der Projektkosten in der Entwicklungsphase, die mit zunehmendem Projektfortschritt deutlich geringer wird. Die laufende Begleitung der Infrastrukturprojekte ermöglicht eine Berücksichtigung von Anregungen der SCHIG mbH und des bmvit bereits in einem frühen Stadium.
Die SCHIG mbH beurteilt die strategischen, betrieblichen, technischen, wirtschaftlichen sowie finanziellen Projektspezifikationen und -maßnahmen. Als weiteres Kriterium für die Beurteilung von Projekten wird die Übereinstimmung von geplanten Maßnahmen mit der verkehrspolitischen Leitstrategie des bmvit für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur (Zielnetz 2025+) herangezogen. Durch die umfassende Expertise der SCHIG mbH ist eine derartige ganzheitliche Beurteilung von Infrastrukturvorhaben möglich. Dieser Prozess dient der Transparenz und Nachvollziehbarkeit geplanter Maßnahmen und Vorhaben. Die Hauptaufgabe der SCHIG mbH besteht demzufolge vor allem in der Sicherstellung einer effizienten Mittelverwendung, wobei insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Plausibilität von Einzelmaßnahmen und die damit verbundene Notwendigkeit einer Achsen- oder Netzbetrachtung,
  • Zweckentsprechende Dimensionierung von Anlagen,
  • Validität der Wirtschaftlichkeitsberechnung bzw. deren Darstellung,
  • Lukrierung von Kostenbeiträgen Dritter sowie
  • Evaluierung von beihilfe- und förderrechtlichen Konfliktpotentialen im Zuge der Errichtung von Eisenbahninfrastruktur, die nicht oder nur bedingt einem übergeordneten öffentlichen Interesse dient.