IKV – Kombinierter Verkehr

IKV – Innovationsförderprogramm Kombinierter Verkehr

Die österreichische Verkehrspolitik misst dem Kombinierten Verkehr eine zentrale Bedeutung bei der Lösung der Probleme im Bereich des Straßengüterverkehrs bei. Die Bedeutung des Kombinierten Verkehrs ist vor allem darin zu sehen, dass dieser eine gesamtwirtschaftlich sinnvolle Verkehrsverteilung herbeiführen kann, in der die spezifischen Vorteile der Verkehrsträger Straße (Punktgenauigkeit) und Schiene bzw. Wasserstraßen (Umweltverträglichkeit) in einer Verkehrsart kombiniert und die Nachteile weitgehend vermieden werden können. Damit kann – und soll – der Kombinierte Verkehr einen wesentlichen Beitrag zu einer auf Dauer tragbaren Mobilität („sustainable mobility“) leisten.

Die Nachteile des Intermodalen bzw. Kombinierten Verkehrs (IKV) bestehen einerseits darin, dass die externen Kosten des reinen Straßengüterverkehrs nicht berücksichtigt sind und andererseits im erhöhten Manipulationsaufwand und dem speziellen Ausstattungsbedarf, den diese Verkehrsart mit sich bringt. Das vorliegende Programm hat zum Ziel diese Nachteile des IKV durch staatliche Hilfestellung zur Aktivierung der privaten Investitionstätigkeit auszugleichen. Unterstützt werden vor allem Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der angebotenen IKV-Dienste durch Unterstützung von Investitionen in neue Technologien und Systeme und durch die Förderung dementsprechender Konzepte (zB im Bereich Logistik).

Die mögliche Projektgröße reicht von EUR 8.000 bis 800.000, die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Projekte werden mit bis zu 30 %, Machbarkeitsstudien mit bis zu 50 % gefördert.

Zielgruppe der Förderung sind Verlader, Frächter, Terminalbetreiber und (innovative) Unternehmen.

Finanzierbare Projekte umfassen Investitionen in Anlagen und Systeme für den kombinierten und intermodalen Güterverkehr, sowie Vorhaben, die einen Beitrag zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene oder auf das Schiff leisten.

Finanzierbare Kosten umfassen Transportgeräte für den kombinierten/intermodalen Verkehr (zB Container, WABs, kranbare Sattelauflieger), den Einsatz von innovativen Technologien und Systemen (zB innovative Umschlagstechnologien, Verkehrsträgerübergreifende Informations- und Kommunikationssysteme) sowie Machbarkeitsstudien für konkrete Durchführungsmaßnahmen​​.

Rechtliche Grundlage stellt die Sonderrichtlinie Innovationsförderprogramm Kombinierter Verkehr (01.01.2015 – 31.12.2020) dar.

Es steht ein Jahresbudget von EUR 3,0 Mio. zur Verfügung, eine Einreichung ist in einem der drei jährlichen Calls möglich.

Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das e-Call System der SCHIG mbH. Eine Einreichung ist laufend möglich, das Ende der jeweiligen Einreichfrist sowie die Termine für die Begutachtung der Projekte sind wie folgt – indikativ – festgelegt:

Öffnung 1. Call 2018: 24. Jänner 2018
Ende Einreichfrist 1. Call 2018: 30. April 2018
Begutachtung der Projekte: Juni 2018
Ende Einreichfrist 2. Call 2018: 31. August 2018
Begutachtung der Projekte: Oktober 2018
Ende Einreichfrist 3. Call 2018: 31. Dezember 2018
Begutachtung der Projekte: Februar 2019

 
eCall
 

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Dr. Oliver Hietler
T. +43 (0)1 812 73 43-1007
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Informationen auf der Homepage des bmvit:
https://www.bmvit.gv.at/innovation/mobilitaet/kombigueter/ikv.html