Feierliche Übergabe der 6.000sten EU-Fahrerlaubnis

Am Hauptbahnhof Wien übergaben Bundesminister Norbert Hofer, SCHIG mbh Geschäftsführer Ulrich Puz und ÖBB CEO Andreas Matthä die 6.000ste Fahrerlaubnis

Am 22. März 2018 wurde bereits die 6.000ste EU-Fahrerlaubnis im Rahmen einer kleinen Feier am Hauptbahnhof Wien an den 21-jährigen Andreas Kasper überreicht.

Seit 1. November 2011 ist die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH für die Ausstellung, Erneuerung und Änderung der Fahrerlaubnis sowie für die Führung des Fahrerlaubnis-Registers zuständig. SCHIG mbH Geschäftsführer Ulrich Puz erklärt: „Die Kartenanträge haben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, da Lokführerinnen und Lokführer, die am europäischen TEN-Netz, also den großen Bahnkorridoren unterwegs sind, künftig die EU-Fahrerlaubnis zwingend benötigen.“

Auf der Schiene gelten EU-weite Regeln für die Führerscheinausbildung. Seit 2012 gibt es eine einheitliche Grundausbildung für Lokführerinnen und Lokführer in der EU. Damit wird nicht nur sichergestellt, dass alle die gleichen Qualifikationen erfüllen, sondern das vereinfacht auch wesentlich den grenzüberschreitenden Bahnverkehr.

„Das ständig steigende Bedürfnis nach Mobilität steigert das Verkehrsaufkommen – auch auf der Schiene. In Zukunft werden deshalb immer mehr Lokführerinnen und Lokführer aus dem Ausland unsere Infrastruktur nutzen. Wir müssen noch stärker auf die internationale Ausbildung eingehen, und zum Beispiel ein einheitliches Kommunikationssystem, wie es im Flugverkehr schon seit Jahren gebräuchlich ist, etablieren. Österreich könnte mit der Einführung einer Austrian Rail Acadamy, die eine einheitliche und sicherheitsrelevante Ausbildung über die Landes- und EU-Grenzen hinaus gewährleisten könnte, eine Vorbildfunktion für den europäischen Raum einnehmen“, so Bundesminister Hofer.

Andreas Matthä, ÖBB Vorstandsvorsitzender, betont: „Die Ausbildung der Lokführerinnen und Lokführer erfolgt in Österreich nach sehr hohen Standards. Das ist wichtig, um unseren Kundinnen und Kunden eine sichere Zugfahrt in Österreich und Europa zu ermöglichen. Denn Lokführerinnen und Lokführer tragen sehr hohe Verantwortung, darauf bereiten wir sie entsprechend vor“. Derzeit bilden die ÖBB jährlich über 200 Lokführerinnen und Lokführer aus. Die intensive und umfangreiche Schulung dauert insgesamt fast 40 Wochen.