Die Mittelverwendungskontrollen Werterhalt und Instandhaltung haben das Ziel, eine nachvollziehbare Beurteilung der Werthaltigkeit des Schienennetzes der ÖBB-Infrastruktur AG zu schaffen.
Aktuelles (Stand Oktober 2025)
Die ÖBB-Infrastruktur AG führt die Bewertung der Schieneninfrastruktur unter anderem mit dem Netzzustandsbericht durch. Dabei werden Aussagen zum Analgenverhalten, der Funktionalität, der Sicherheit und Qualität sowie Zustand und Substanz getätigt. Die Gesamtnote des Anlagenverhaltens wird aus den drei angeführten Teilnoten aggregiert.
Gemäß NZB 2024 der ÖBB-Infrastruktur AG befindet sich das Gesamtnetz seit 2016 mit einer Anlagenverhaltensnote von 2,1 in einem guten Zustand. Gegenüber 2023 ergeben sich auf dieser Ebene keine Änderungen.
Bei gesteigertem Wiederbeschaffungswert ist die Gesamtnote des Anlagenverhaltens im Vergleich zu 2016 konstant.
Laut Netzzustandsbericht 2024 der ÖBB-Infrastruktur AG befindet sich das Kernnetz seit 2016 mit einer Anlagenverhaltensnote von 2,1 in einem durchgehend guten Zustand.
Das Ergänzungsnetz weist eine Bewertung im Übergangsbereich zwischen einem guten und befriedigenden Zustand auf. Ursache hierfür ist primär das höhere Durchschnittsalter der Anlagen. Im Vergleich zum Jahr 2023 haben sich keine Veränderungen ergeben.
Die Teilnoten zeigen geringe Veränderungen, welche sich in der Gesamtnote ausgleichen.
Fazit - Netzzustand
Für das Gesamtnetz auf Basis des Netzzustandsberichts 2024 kann festgehalten werden, dass bei gesteigertem Wiederbeschaffungswert die Gesamtnote des Anlagenverhaltens im Vergleich zu 2016 stabil ist.
Geringe Änderungen gegenüber den Vorjahren sind in den Teilnoten zu finden. Diese können von der SCHIG mbH nachvollzogen werden.
Kosten
Reinvestitionen
| Rahmenplan 2025-2030 | |
| Periode 2025-2030 | 4.878,6 Mio. EUR |
Kostenänderungen - PLAN/IST (2024)
| PLAN-Wert 2024 | 789,9 Mio. EUR |
| IST-Wert 2024 | 796,4 Mio. EUR |
| Differenz | + 6,5 Mio. EUR |
| + 0,8 % |
Reinvestitionen decken Erneuerungen im Bestandsnetz monetär ab. Die geringe Abweichung vom PLAN-Wert ist auf kleinere Über- und Unterschreitungen zurückzuführen, die sich auf Portfolioebene neutralisieren.
Ein Grund für die Abweichung vom PLAN-Wert ist auf das Sturmtief Anett im September 2024 zurückzuführen. Dabei lag der Schwerpunkt der Tätigkeiten bei der Behebung der Schäden und bei Maßnahmen für den Schutz gegen zukünftige Hochwasserereignisse.
Instandhaltungsaufwand
| Rahmenplan 2025-2030 | |
| Periode 2025-2030 | 4.790,6 Mio. EUR |
Kostenänderungen - PLAN/IST (2024)
| PLAN-Wert 2024 | 721,3 Mio. EUR |
| IST-Wert 2024 | 726,5 Mio. EUR |
| Differenz | + 5,3 Mio. EUR |
| + 0,7 % |
Im Jahr ergibt sich eine leichte Abweichung vom PLAN-Wert in Höhe von 5,3 Mio. Euro bzw.
0,7 %.
Der höhere Instandsetzungsbedarf ist mitunter auf die Kostengruppe „Katastrophen“ zurückzuführen. Auch bei der Instandhaltung sind in Zusammenhang mit dem Sturmtief Anett in den Jahren 2024 und 2025 ergänzende Tätigkeiten zur Wiederherstellung des Anlagenzustands erforderlich. Kostenschonend wirkt sich auch der relativ milde Winter der Jahre 2023/2024 aus.
Fazit - Kosten
Es ist zu erwarten, dass die geplanten Kosten in den kommenden Jahren für die Reinvestitionen und die Instandhaltungsaufwände steigen. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Entwicklung der Preisindizes und die Erhöhung der Anlagenmenge der ÖBB-Infrastruktur AG. Die IST-Werte des Jahres 2024 zeigen nur geringfügige Abweichungen von den PLAN-Werten.
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Stand: März 2026

